Geschenke der Schönheit für verwundete Orte
Das Projekt „Geschenke der Schönheit“ ist Kunst für die lebendige Mitwelt an Orten der Zerstörung – insbesondere an Kahlschlagstellen im Wald.
Es begann mit Innehalten und fragen:
Was kann ich tun, wenn die Wälder sterben?
Was kann ich geben, wenn es nichts zu reparieren gibt?
Wie kann ich meiner Trauer um die ökologischen Verluste Ausdruck verleihen?
Aus diesen Fragen entstand eine Praxis: Ich gestalte einfache Objekte aus vergänglichen, natürlichen Materialien, die ich von Orten der Verwundung ausleihe. Sie entstehen nicht für Ausstellungen oder Sammlungen, nicht für den Verkauf. Sie entstehen, um an diese verwundete Orte zurückgegeben zu werden.



Diese Gaben sind keine Kunstwerke im landläufigen Sinn. Sie sind Zeichen. Gesten. Ein Dank an das Lebendige, das dort war. Eine Form des Zeugnisses, eine Form des Abschieds, eine Form des Mitfühlens.
Sie sind nicht gemacht für den Menschen, sondern als Antwort an die Orte selbst. Nicht als Protest, sondern als Einladung in eine andere Beziehung.
Die Materialien vergehen mit der Zeit: Holz und Erdpigmente, natürliches Bindemittel. So sind die Objekte dem Zerfall, der Vergänglichkeit gewidmet. Denn das Geschenk ist nicht das Ding selbst, sondern die Beziehung, die es ausdrückt. Es verweilt für einen Moment und geht dann zurück in den Kreislauf.
„Beauty is the language of care. When we create beauty, we become people who care.“
– Terry Tempest Williams



Die Objekte entstehen im Atelier in meditativer, respektvoller Arbeit. Danach werden sie an ihren Ursprungsort zurückgegeben. Manchmal in Stille. Manchmal begleitet von Liedern oder Worten.
Dort verbleiben sie. Kein Publikum ist vorgesehen. Und doch gibt es Zeugenschaft: durch Achtsamkeit, durch Spüren, durch ein leises In-Beziehung-Treten mit dem Ort und den dort lebenden Wesen.












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